Thomas Battenstein. Gitarrist.
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Fließende Töne zwischen Portugal und Norwegen

Fließende Töne zwischen Loreley und Moldau, Liebeserklärungen an Lissabon und Moskau, Wien oder Scarborough: Dies alles findet sich auf der CD "Guitaropa", dem neuesten Werk des Düsseldorfer Gitarristen Thomas Battenstein. Die Platte ist das Ergebnis einer musikalischen Reise durch 23 europäische Länder – von Norwegen bis Portugal, von Irland bis Russland. Battenstein hat in vielen Revieren gewildert: Klassisches steht neben Volksmusik und Traditionals.

Da wird Norwegen durch "Solveigs Lied" repräsentiert, Frankreich durch "Au clair de la lune" und die Niederlande durch "Komt vrienden en het ronde". Dass Battenstein "Die Loreley" als deutsches Lied ausgewählt hat, ist nicht nur Düsseldorfer Lokalkolorit: "Obwohl ich Heinrich Heines Text schätze." Battenstein räumt ein, dass er ein Dutzend Möglichkeiten in Erwägung gezogen habe. Doch letztlich entschied er sich für die Rheinsaga, denn: "Die Loreley gilt im Ausland als das deutsche Volkslied."

Die musikalisch-nostalgische Recherche für das Album "Guitaropa" ("den Titel habe ich mir schützen lassen") dauerte über ein Jahr. Battenstein stöberte in Musikarchiven, hörte sich Folklore-Platten an, brachte einiges von Reisen mit. Vieles habe er jedoch schon im Ohr gehabt, sagt der 42jährige Gitarrist, wie das englische "Greensleeves": "Diesen Song liebe ich schon seit meiner Kindheit." Bei der musikalischen Umsetzung habe ich mich treiben lassen. Jazz, Pop, Folk, Klassik – in eine Schublade lässt sich "Guitaropa" nicht einordnen. Und manchmal stimmt die Musik so gar nicht mit den landläufigen Vorstellungen überein. Das Wiener Lied "A guater Tropfen" beginnt zwar mit einer lamgsamen Melodie, man denkt an Fiaker, Riesenrad und Heurigen, ehe swingende Dixierhythmen die Illusion zerstören. Bei diesem Stück habe er ein Schnauferlrennen (Achtung: Autohupe im Stück!) vor Augen gehabt, sagt Battenstein. Sicherlich eine ungewöhnliche, wenngleich auch musikalisch interessant umgesetzte Ansicht.

Die CD ist aufwendig gestaltet und klangtechnisch vom Feinsten. "Etwa 1000 Stunden habe ich mit digitalem Equipment in meinem Tonstudio aufgenommen", erinnert sich Battenstein, der auch alle anderen Instrumente gespielt hat (E- und Akustikgitarren, Bass, Keyboards, Percussion, Drums).

Lars Bigge, Rheinische Post, 12. Juli 1993