Thomas Battenstein. Gitarrist.
Startseite :: Pressearchiv :: Microcosm – Biograph
Der Musiker
Die Alben
Pressearchiv
Musik kaufen
Kontakt
Besuchen Sie Thomas Battenstein bei mySpace
 
Schwarz auf weiß. Im Spiegel der Presse
    TOMTE MUSIC
Zur Lindung 75
D-40489 Düsseldorf
Fon 0203/75997488
Fax 0203/75997489

eMail | Impressum
AGB | Datenschutz
Versand/Lieferzeiten
Zahlung | Widerrufsrecht

Kymera – Microcosm

Manche Dinge im Leben ändern sich nie. Man steht im Supermarkt immer an der falschen Kasse, und beim Fahrradfahren weht, egal in welche Richtung man sich auch bewegt, immer Gegenwind. Das ist nicht weiter schlimm, schließlich braucht man im Leben Konstanten. Dazu gehört auch die alljährlich kurz vor Weihnachten ins Haus flatternde CD von Thomas Battenstein. Auf der zeigt der Düsseldorfer Gitarrist dann immer, womit er sich im Laufe des Jahres musikalisch beschäftigt hat. Mal waren es elegische Melodien voller Melancholie, manchmal gepflegte Latino-Klänge, und immer tönte ein bisschen Jazz durch die Instrumentals. Darauf hat man auch in diesem Jahr gewartet und eigentlich nur spekuliert, in welche Richtung sich Battenstein wohl entwickeln würde. Würde es ein bisschen schmalzig werden oder diesmal möglicherweise eine Spur akademisch?

Nichts von alledem, denn Thomas Battenstein überrascht gleich in doppelter Weise. Er rockt und er lässt singen. Kymera heißt seine Band, in der Nadja Gremmel das vokale Regiment führt und mit betörender Stimme durch den im Titel versprochenen Microcosmos gesanglicher Möglichkeiten leitet. Die stimmliche Vielfalt wird möglich, weil sich die schöne Frontfrau auf ein exzellent eingespieltes Quartett stützen kann, das sehr gepflegt zu rocken versteht. Richtigen Dreck holt das Multitalent Thomas Battenstein aus den Saiten und klingt dabei nicht nur einmal wie Carlos Santana, ohne allerdings in dessen aktuellen Lieblichkeitswahn zu verfallen. Aber Kymera können auch Pop. Schnell und ohrgängig tönen sie dann und lassen den Hörer unwillkürlich mitwippen. Höhepunkt des Albums ist auf jeden Fall der episch angelegte Sechsminüter "The Story Of Able" mit einer herrlich verhallten Zerr-Gitarre, die den Verzicht auf alles Perkussive leicht macht. Das klingt nach großem Kino für die Ohren und macht überdeutlich, dass es die Weihnachtsüberraschung in diesem Jahr schon vor dem Fest gibt (www.kymera.de).

Biograph – Kultur in Düsseldorf, November 2003